Taifun Champi löst sich auf: Tief und Front bringen Japan Starkregen am 26. und 27. Oktober

Laut JMA wurde Champi am Sonntag, 25. Oktober, um 21 Uhr japanischer Zeit (13 Uhr in Deutschland) über dem Ostchinesischen Meer zu einem außertropischen Tief mit 1000 hPa. Vorbei ist es damit nicht: Zusammen mit einer Front bringt das Tief Starkregen von Kyushu bis Kanto. Bis Montag 18 Uhr japanischer Zeit erwartet die JMA bis zu 250 mm auf Shikoku und bis zu 200 mm im Norden Kyushus und in Kanto-Koshin.

Marcin Fierka
Marcin FierkaAktualisiert: 25. Oktober 2026
Spirale eines tropischen Wirbelsturms über dem Pazifik aus dem Orbit

Update 25. Oktober, abends: Champi ist ein Tief, Starkregen von Kyushu bis Kanto

Nach Angaben der JMA verlor Champi am Sonntag um 21 Uhr japanischer Zeit (13 Uhr in Deutschland) den Status eines tropischen Wirbelsturms und wurde zu einem außertropischen Tief. Das Zentrum lag über dem Ostchinesischen Meer bei etwa 31,0° Nord und 126,0° Ost, mit 1000 hPa, und zog mit 20 km/h nach Nordnordost. Schwächerer Wind heißt nicht Entwarnung: Das Tief ist mit einer Front verbunden und sehr feucht.

  • Regen: Laut JMA-Lagebericht vom Sonntag, 16:48 Uhr, sind in den 24 Stunden bis Montag 18 Uhr japanischer Zeit (10 Uhr in Deutschland) möglich: Shikoku 250 mm, Nord-Kyushu und Kanto-Koshin 200 mm, Süd-Kyushu 150 mm, Kinki 120 mm, Tokai 100 mm, Hokuriku und Chugoku 80 mm. In den 24 Stunden danach bis Dienstag 18 Uhr: Shikoku 120 mm, Kanto-Koshin 100 mm, Tokai und Kinki 80 mm. Örtlich 30 bis 50 mm pro Stunde.
  • Bisher: Im Süden der Präfektur Mie und auf Tsushima fielen schon mehr als 300 mm (Weathernews, Sonntagnachmittag).
  • Gefahren: Im Norden Kyushus bis Montag Wind bis 20 m/s, Böen bis 30 m/s und 5 m hohe Wellen. Die JMA warnt vor Erdrutschen, Überflutungen tief gelegener Gebiete, steigenden Flüssen sowie Gewittern, Sturmböen und Tornados.

Update 25. Oktober: Champi schwächelt, am Montag Starkregen auf Kyushu

Laut JMA (Daten von Sonntag, 6 Uhr japanischer Zeit, Samstag 22 Uhr in Deutschland) lag Champis Zentrum über dem Ostchinesischen Meer bei etwa 28,6° Nord und 124,3° Ost. Der Kerndruck stieg auf 996 hPa, der Wind sank auf 20 m/s (72 km/h), die Böen auf 30 m/s (108 km/h). Der Sturm zieht mit 20 km/h nach Nordosten und ist groß: Wind über 15 m/s reicht 650 km nach Osten und 560 km nach Westen.

  • Zugbahn: Am Montag um 6 Uhr japanischer Zeit (Sonntag 22 Uhr bei uns) soll das Zentrum etwa 150 km südsüdwestlich von Goto liegen, bis Dienstag 3 Uhr (Montag 19 Uhr bei uns) wird daraus ein außertropisches Tief rund 130 km südlich von Kap Muroto auf Shikoku. Laut einer JMA-Meldung von 9:45 Uhr, über die RKK berichtet, könnte die Umwandlung schon vor Kyushu passieren.
  • Regen: Wolken des Sturms und eine Front bringen schon am Sonntag Regen von Kyushu bis Tohoku. Prognose für 24 Stunden bis Montag 6 Uhr: Nord-Kyushu 200 mm, Shikoku 150 mm, Chugoku 120 mm, Süd-Kyushu und Kinki 100 mm, Tokai, Kanto und Hokuriku 80 mm. Im Norden Kyushus ab Sonntagnacht Starkregen und mehr Wind.
  • Gefahren: Die JMA warnt vor Erdrutschen, Überflutungen tief liegender Gebiete und steigenden Flüssen. Auf Okinawa lässt der Wind nach, die See bleibt aber rau.

Update 24. Oktober: Entwarnung in Taiwan, Champi zieht Richtung Kyushu

Die taiwanische Wetterbehörde CWA hob die Landwarnung am Samstag um 14:30 Uhr Ortszeit (8:30 Uhr in Deutschland) auf, früher als am Morgen angekündigt. Champi wurde zum Tropensturm herabgestuft. Um 14 Uhr lag das Zentrum rund 260 km nordöstlich von Taipeh und zog mit 18 bis 21 km/h nach Nordosten, Wind 108 km/h, Böen bis 137 km/h. Die Seewarnung soll am Samstagabend oder in der Nacht fallen.

  • Taiwan: Nach Zahlen der Feuerwehr vom Samstag gibt es einen Toten, einen Mann, den Wellen auf der Insel Liuqiu ins Meer rissen, und 527 Verletzte, die meisten in Taipeh und Taichung, oft durch umstürzende Bäume, Kabel und Reklametafeln. Zeitweise waren über 167.000 Haushalte ohne Strom, die meisten sind wieder versorgt. Am Samstag fielen 242 Flüge aus, am Freitag fast 1000.
  • Philippinen: Rosal hat das Gebiet der PAGASA am Samstagmorgen verlassen, Signal Nr. 1 für Batanes ist aufgehoben.
  • Japan: Laut JMA (über Weathernews) lag Champi um 15 Uhr japanischer Zeit (8 Uhr in Deutschland) rund 250 km nördlich von Yonaguni: 985 hPa, Wind 30 m/s, Böen 40 m/s, Zug nach Nordnordost mit 20 km/h. Auf den Sakishima-Inseln lässt der Wind nach, Taketomi hat aber eine Erdrutschwarnung der Stufe 4. Am Sonntag dreht der Sturm nach Osten, am Montagmorgen liegt er westlich von Kyushu und wird zum Tief an einer Front. Möglich sind über 50 mm Regen pro Stunde, bis Montagabend 200 bis 300 mm um Tsushima und 100 bis 200 mm in anderen Teilen West- und Ostjapans. Ab Sonntag steigen die Wellen bei Amami und an der Westküste Kyushus.

Update 23. Oktober, abends: Champi zieht an Yilan vorbei, 350 Verletzte

Um 20 Uhr taiwanischer Zeit (14 Uhr in Deutschland) lag das Zentrum rund 100 km östlich von Yilan und zog mit 16 km/h nach Nordnordost. Der Wetterdienst CWA meldete 155 km/h Dauerwind, Böen bis 191 km/h und einen Sturmradius von 320 km. Bleibt der Taifun stehen oder zieht eine Schleife, sei ein Landfall nicht ausgeschlossen.

  • Taiwan: Das Katastrophenschutzzentrum zählte um 19:30 Uhr einen Toten und 350 Verletzte, sechs Stunden zuvor waren es 163. Über 2600 Menschen wurden aus Berggebieten in Sicherheit gebracht. In Taipingshan (Yilan) fielen bis 19 Uhr mehr als 500 mm Regen, am Cuifeng-See über 400 mm. Bis Samstag Mitternacht erwartet die CWA in den Bergen von Neu-Taipeh, Taoyuan und Yilan 600 bis 900 mm. Am Samstag bleiben Büros und Schulen zum zweiten Mal geschlossen in Taipeh, Neu-Taipeh, Keelung, Taoyuan, Stadt und Kreis Hsinchu, Taichung, Yilan, Miaoli, Changhua, Nantou, Yunlin und auf Matsu. Am Freitag fielen alle 262 Inlands- und rund 715 Auslandsflüge aus, am Samstag ruhen Inlandsflüge und Fähren weiter. Ab Samstagnachmittag soll der Regen nachlassen.
  • Japan: Auf den Sakishima-Inseln stürmt es bis Samstagmorgen, danach flaut es ab. Auf Miyako wurde eine Frau schwer verletzt (Okinawa Times). Champi dreht über dem Ostchinesischen Meer nach Osten und erreicht am Sonntag und Montag abgeschwächt Kyushu, ein Landfall ist möglich. Von Kyushu bis Kanto drohen am 25. und 26. Oktober Starkregen.

Update 23. Oktober, nachmittags: Sturm über Taiwan und den Sakishima-Inseln

Am Freitag um 12 Uhr Ortszeit (6 Uhr deutscher Zeit) lag das Zentrum von Champi laut Taiwans Wetterbehörde CWA rund 230 km südöstlich von Yilan: 945 hPa, Dauerwind 43 m/s (rund 155 km/h), Böen 53 m/s (rund 191 km/h). Das Sturmfeld mit 320 km Radius erreichte gegen 4 Uhr früh das Land. Der Taifun dreht nach Norden und Nordosten und soll am Samstag um 11 Uhr (5 Uhr bei uns) etwa 150 km nordöstlich von Yilan stehen.

  • Taiwan: Bis Freitagnachmittag meldete das Krisenzentrum 1 Toten - einen Mann, den Wellen an einem Strand der Insel Liuqiu (Kreis Pingtung) mitrissen - und über 160 Verletzte, meist leicht, etwa nach Rollerstürzen. Rund 90.000 Haushalte verloren den Strom, etwa 20.000 warteten noch auf Reparatur. 2.639 Menschen wurden evakuiert, darunter 140 an einem Bergsturzsee am Fluss Wanli in Hualien. 717 internationale und alle 262 Inlandsflüge fielen aus, die meisten Regionalzüge stehen, der Schnellzug fährt. Auf dem Taiping-Berg in Yilan fielen seit Donnerstag 435 mm Regen.
  • Japan: Laut JMA (über Weathernews) lag der Taifun um 16 Uhr japanischer Zeit (9 Uhr bei uns) rund 70 km südsüdöstlich von Yonaguni: 950 hPa, 45 m/s, Böen bis 60 m/s, Zug nach Nordnordwest mit 20 km/h. Bis 15:30 Uhr wurden in Ohara auf Iriomote Böen von 51,7 m/s (rund 186 km/h) und auf Ishigaki 46,1 m/s (rund 166 km/h) gemessen. Auf Miyako fielen 69,5 mm Regen in einer Stunde und 336 mm in 24 Stunden. Für Ishigaki gilt eine Sturmflutwarnung der Stufe 4, die Wellen sind 7-8 m hoch und könnten nachts 10 m übersteigen. Am Sonntag schwenkt Champi Richtung Kyushu, am Montag bringt er mit einer Front Starkregen in Westjapan.

Update 23. Oktober, Morgen: Landwarnung für ganz Taiwan, Sturmwarnung auf Ishigaki und Yonaguni

Um Mitternacht taiwanischer Zeit (Donnerstag 18 Uhr MESZ) lag das Zentrum etwa 380 km östlich von Kap Eluanbi. Die CWA stufte Champi zum mittleren Taifun herab: Wind 43 m/s (rund 155 km/h), Böen 53 m/s (rund 191 km/h), Kerndruck 945 hPa. Der Sturmradius beträgt weiter 320 km, das Tempo ist auf 12-20 km/h Richtung Nordnordwest gesunken.

  • Taiwan: Seit Donnerstagabend gilt die Landwarnung für die ganze Hauptinsel. In der Nacht zum Samstag könnte der Taifun fast stehen bleiben oder eine Schleife ziehen. Ein Landfall wird nicht vorhergesagt, ist aber nicht ausgeschlossen. Der meiste Regen fällt von Freitag bis Samstagfrüh, extrem viel in den Bergen von Yilan, kräftig im Großraum Taipeh, im Nordosten und im Norden von Hualien. Auf Lanyu gab es Böen der Stärke 15 Beaufort, vor der Südostküste sind die Wellen über 8 m hoch. Am Freitag bleiben in 21 von 22 Kreisen und Städten Büros und Schulen zu (nur Kinmen arbeitet), Taoyuan strich 414 Flüge, die Börse in Taipeh ist geschlossen. Bis Donnerstag 16 Uhr meldeten die Behörden 7 Verletzte und 1 Vermissten. Ab Samstagnachmittag soll Champi abziehen.
  • Japan: Laut JMA (über Weathernews) hatte der Taifun am Freitag um 6 Uhr japanischer Zeit (Donnerstag 23 Uhr MESZ) 950 hPa, Wind 45 m/s und Böen bis 60 m/s, Zug nach Nordwesten mit 15 km/h. Auf Yonaguni wurde um 2:05 Uhr eine Böe von 41,7 m/s (rund 150 km/h) gemessen. Für Ishigaki und Yonaguni gilt eine Sturmwarnung. Das Zentrum zieht von Freitagnachmittag bis Samstagfrüh nahe Ishigaki und Iriomote vorbei und bleibt bis Samstag langsam bei den Sakishima-Inseln: Wellen bis 10 m, Böen 40-50 m/s, über 300 mm Regen. Am Sonntag könnte er sich Kyushu nähern, am Montag Westjapan, dann schon schwächer.

Update 22. Oktober, Nachmittag: Landwarnung für Taiwan, Evakuierungsanordnung auf Ishigaki

Die CWA gab am Donnerstag um 11:30 Ortszeit (5:30 MESZ) die Landwarnung für die Kreise Yilan, Hualien, Taitung und Pingtung aus. Um 11 Uhr lag das Zentrum rund 520 km ostsüdöstlich von Kap Eluanbi, mit 184 km/h Dauerwind und Böen bis 227 km/h. Der Sturmradius beträgt 320 km, Zugrichtung Nordwest mit 15-20 km/h.

  • Taiwan: Auf Lanyu und Green Island fallen seit Donnerstagmittag Arbeit und Unterricht aus. Taipeh, Neu-Taipeh, Keelung und Taoyuan entscheiden um 20 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ) über Freitag. Am Donnerstag wurden 125 meist inländische Flüge gestrichen. In den Bergen im Norden könnte fast 1 m Regen fallen, der Taifun könnte vor der Insel langsamer werden.
  • Japan: Ishigaki ordnete um 16:10 japanischer Zeit (9:10 MESZ) für die ganze Stadt die Evakuierung gefährlicher Orte an, für Ishigaki und Yonaguni gelten Sturmwarnungen. Das Zentrum zieht von Freitagnachmittag bis frühen Samstag nahe an Ishigaki und Iriomote vorbei. Sturmwahrscheinlichkeit: Ishigaki und Yonaguni 100 %, Miyako 99 %. Wellen um 10 m, über 300 mm Regen. JAL, ANA und Skymark strichen von Donnerstag bis Sonntag über 100 Flüge (rund 11.000 Passagiere).
  • Philippinen: PAGASA-Meldung von 17 Uhr Ortszeit (11 Uhr MESZ): Zentrum rund 350 km östlich von Itbayat, 165 km/h, Böen 205 km/h. Signal Nr. 2 für Batanes und die nordöstlichen Babuyan-Inseln, Wellen bis 12 m.

Update in der Nacht zum 22. Oktober: Seewarnung für Taiwan, Ishigaki bei 97 %

Die CWA gab am Mittwoch um 23:30 Ortszeit (17:30 MESZ) die Seewarnung für die Gewässer nordöstlich und südöstlich von Taiwan (mit Lanyu und Green Island) sowie für die Bashi-Straße aus. Um 23:00 lag das Zentrum etwa 730 km ostsüdöstlich von Kap Eluanbi. Wind am Zentrum 55 m/s (rund 198 km/h), Sturmradius 280 km, Zug nach Nordwesten mit 14 km/h.

  • Taiwan: Landwarnung möglich am Donnerstag gegen Mittag oder am frühen Nachmittag. Das Zentrum soll östlich der Insel über dem Meer bleiben, doch der Prognosefehler liegt bei etwa 100 km. Am stärksten weht es von Donnerstagnacht bis Freitag, am Freitag Starkregen im Norden, in Yilan und in den Bergen, ab Samstagnachmittag lässt der Regen nach. Die Boje bei Lanyu misst bereits 6 Meter hohe Wellen.
  • Japan: Laut JMA (über Weathernews) lag der Kerndruck am Donnerstag um 3:00 japanischer Zeit (Mittwoch 20:00 MESZ) bei 905 hPa, Wind 55 m/s, Böen bis 80 m/s. Die Sakishima-Inseln sind von Freitagnachmittag bis früh am Samstag am nächsten dran, mit Böen von 40-50 m/s und Wellen über 10 m. Wahrscheinlichkeit für Sturm: Ishigaki 97 %, Yonaguni 96 %, Miyako 68 %. Auf Miyako gab es schon Böen von 25,9 m/s. Um Montag, 26. Oktober, könnte der Taifun Westjapan nahekommen.
  • Philippinen: Im letzten PAGASA-Bulletin gilt für Batanes weiter Signal 2. Am nächsten an Nord-Luzon ist Champi von Donnerstagnachmittag bis Freitagmorgen, am Freitag um 2:00 Ortszeit (Donnerstag 20:00 MESZ) etwa 290 km ostnordöstlich von Itbayat.

Update am Nachmittag des 21. Oktober: Signal 2 für Batanes, Champi über den Höhepunkt

PAGASA-Meldung von Mittwoch, 17 Uhr philippinischer Zeit (11 Uhr MESZ): Zentrum rund 725 km östlich von Aparri in der Provinz Cagayan, Dauerwind 205 km/h, Böen 250 km/h, Zugrichtung West-Nordwest mit 25 km/h. Starker Wind reicht bis zu 780 km vom Zentrum. Laut JMA (über Weathernews) lag der Kerndruck um 15 Uhr japanischer Zeit bei 900 hPa, so tief wie bei keinem anderen Sturm in diesem Jahr.

  • Philippinen: Signal 2 für Batanes (Sturm mit 62-88 km/h innerhalb von 24 Stunden). Signal 1 für Cagayan samt Babuyan-Inseln, das östliche Isabela, Ilocos Norte, Apayao und den Nordosten von Catanduanes. Höchstens Signal 3 ist möglich. Wellen bis 10 m vor der Nord- und Ostküste von Batanes, bis 8 m vor Cagayan. Donnerstag Kurs Nordwest, Freitag Nord, Samstag Nordost.
  • Taiwan: Um 8 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ) sah die CWA das Zentrum rund 1050 km ostsüdöstlich von Kap Eluanbi. Die Zugbahn hat sich leicht nach Westen verschoben. Seewarnung möglich am späten Mittwochabend oder frühen Donnerstagmorgen, Landwarnung am Donnerstagnachmittag oder -abend. Freitag und Samstag Starkregen im Norden, in Yilan, Hualien und im zentralen Bergland, am Sonntag zieht der Sturm Richtung Japan ab.
  • Japan: Am nächsten an den Sakishima-Inseln am Freitag, mit Böen von 40-50 m/s (144-180 km/h), schon am Donnerstag Wellen über 6 m. Chance auf Sturmstärke in 5 Tagen: Ishigaki 94 %, Yonaguni 89 %, Miyako 72 %. Bis Montag, 26. Oktober, könnte der Taifun Westjapan nahekommen, der Zeitpunkt der Kurve ist aber unsicher.

Update in der Nacht zum 21. Oktober: Champi wird schneller und stärker

Nach PAGASA-Bulletin Nr. 4 von Mittwoch, 5 Uhr philippinischer Zeit (Dienstag 23 Uhr MESZ), lag das Zentrum etwa 990 km östlich von Nord-Luzon. Wind 215 km/h, Böen 265 km/h, Zugrichtung West-Nordwest mit 30 km/h. Die japanische JMA meldete am Dienstag um 21 Uhr japanischer Zeit (14 Uhr MESZ) 920 hPa Kerndruck und erwartet den Höhepunkt am Mittwoch.

  • Philippinen: Signal 1 für Batanes, die Babuyan-Inseln, das Festland von Cagayan, Ost-Isabela, Nord- und Zentral-Apayao, den Nordosten von Ilocos Norte und den Nordosten von Catanduanes. Höchstens Signal 2 oder 3 ist möglich, Signal 3 auf den nördlichen Batanes-Inseln. Größte Annäherung: etwa 340 km ostnordöstlich von Itbayat am Freitag um 2 Uhr philippinischer Zeit (Donnerstag 20 Uhr MESZ). Kein Landfall vorhergesagt. Wellen bis 8 m vor Batanes und Cagayan, am Donnerstag 100-200 mm Regen auf Batanes. Ab Donnerstag schwächer, Austritt aus dem PAGASA-Gebiet Freitagabend oder Samstagfrüh.
  • Taiwan: Die CWA kann in der Nacht zum Donnerstag eine Seewarnung ausgeben, über eine Landwarnung am Donnerstagabend entscheidet die Zugbahn. Die Nordkurve wird für Donnerstag erwartet, die Chance auf einen Schwenk nach Nordosten ist gestiegen. Am nächsten kommt der Taifun von Freitag bis Samstagmorgen. Freitag ist der regenreichste Tag mit Starkregen im Norden und Osten, am Donnerstag bis 6 m hohe Wellen an der Ostküste.
  • Japan: Am Freitag am nächsten an den Sakishima-Inseln, Böen über 140 km/h. Wahrscheinlichkeit für Sturm: Ishigaki 86 %, Yonaguni 76 %, Miyako 64 %. Danach könnte er durchs Ostchinesische Meer Richtung Kyushu ziehen, das ist aber noch unsicher.

Update 20. Oktober: Champi als Rosal im philippinischen Gebiet

Laut PAGASA überquerte der Taifun am Dienstag um 10:40 Uhr philippinischer Zeit (4:40 Uhr MESZ) die Grenze des Überwachungsgebiets. Um 10 Uhr lag das Zentrum rund 1385 km östlich von Zentral-Luzon, mit 185 km/h Dauerwind und Böen bis 230 km/h, Zugrichtung West-Nordwest mit 25 km/h.

  • Philippinen: Signal 1 gilt für Batanes, die östlichen Babuyan-Inseln, das östliche Cagayan, das nordöstliche Isabela und das nordöstliche Catanduanes. Den Menschen dort bleiben etwa 36 Stunden bis zum starken Wind. Nähert sich Rosal Nord-Luzon, ist Signal 2 oder 3 möglich. Ab Donnerstag soll er schwächer werden und am Samstag abziehen.
  • Taiwan: Um 8 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ) maß die CWA 198 km/h Wind und Böen bis 245 km/h. Ab Donnerstag soll der Taifun nahe der japanischen Insel Ishigaki nach Norden drehen, ein direkter Treffer auf Taiwan wird nicht erwartet. Seewarnung ab Mittwochnacht oder Donnerstagmorgen, Landwarnung am Donnerstagabend möglich. Freitag und Samstag droht im Norden, in Yilan und Hualien heftiger Regen.
  • Japan: Bei der JMA läuft Champi als Taifun Nr. 30. Am nächsten kommt er den Sakishima-Inseln um Freitag, mit Böen über 140 km/h. Die Wahrscheinlichkeit für Sturmwind in fünf Tagen: Ishigaki 94 %, Yonaguni 89 %, Miyako 74 %. Eine Kurve Richtung Westjapan am Wochenende ist möglich, aber unsicher.

Update 19. Oktober, abends: Champi wieder Supertaifun

Laut PAGASA ist Champi seit Montag 14 Uhr philippinischer Zeit (8 Uhr MESZ) wieder ein Supertaifun. Meldung von 17 Uhr (11 Uhr MESZ): Zentrum rund 1515 km östlich des südöstlichen Luzon, 185 km/h Dauerwind, Böen bis 230 km/h, 940 hPa, Zugrichtung West-Nordwest mit 15 km/h.

  • Philippinen: Eintritt ins PAGASA-Gebiet am Dienstagvormittag oder frühen Nachmittag Ortszeit (in der Nacht oder am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit), dann unter dem Namen Rosal. Bis Mittwoch zieht er nach Westen, ab Donnerstag nach Nordwesten und verlässt das Gebiet am Samstag, 24. Oktober.
  • Windsignale: PAGASA erwartet jetzt höchstens Signal 2 oder 3 statt 3 oder 4, für den Norden und Osten Nordluzons und Teile von Bicol. Ein Tiefdrucktrog am Rand des Taifuns bringt schon jetzt Starkregen im Osten Südluzons und auf den Visayas, am Dienstag auch auf Catanduanes und Samar.
  • Stärke: Höhepunkt über der Philippinensee, ab Donnerstag langsame Abschwächung.
  • Taiwan: Die CWA bleibt bei ihrer Einschätzung - Seewarnung ab Mittwochnacht möglich, Landwarnung Donnerstagnacht oder Freitag, stärkster Einfluss Freitag und Samstag. Die neueste CWA-Karte zeigt ein Abdrehen nach Norden vor der Ostküste, die Zugbahn ist aber noch unsicher.

Update 19. Oktober: Champi wird wieder stärker

PAGASA-Bulletin Nr. 4 vom Montag, 11 Uhr philippinischer Zeit (5 Uhr MESZ): Das Zentrum lag rund 1600 km östlich des südöstlichen Luzon, Dauerwind 175 km/h, Böen 215 km/h, Kerndruck 945 hPa, Zugrichtung West-Nordwest mit 20 km/h. Noch am Montagabend soll Champi wieder Supertaifun-Stärke erreichen.

  • Philippinen: Eintritt in das PAGASA-Gebiet am Dienstagvormittag oder frühen Nachmittag Ortszeit (Dienstag früh deutscher Zeit), dann unter dem Namen Rosal. Windsignale für den Norden und Osten Nord-Luzons und Teile von Bicol sind schon ab Montagabend möglich, höchstens Stufe 3 oder 4. Ab Mittwoch böiger Wind über weiten Teilen von Luzon und den Visayas, gefährlicher Seegang vor der Ostküste.
  • Batanes: Laut Prognose zieht das Zentrum östlich vorbei, am Freitag um 8 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ) rund 350 km ostnordöstlich von Itbayat, mit 175 km/h.
  • Taiwan: Die CWA könnte Mittwochnacht eine Seewarnung und Donnerstagnacht oder Freitag eine Landwarnung ausgeben. Am stärksten betroffen sind voraussichtlich Freitag und Samstag, mit Starkregen im Norden, in der Mitte sowie in Yilan und Hualien. Einige Modelle zeigen einen Landfall im Osten Taiwans, andere ein Abdrehen nach Norden.

Update 18. Oktober, abends: Champi zieht Richtung Philippinen und Taiwan

Für Guam ist das Schlimmste vorbei, Champi zieht nun über den offenen Pazifik weiter. Im PAGASA-Bulletin von Sonntag, 23 Uhr philippinischer Zeit (17 Uhr bei uns), lag der Taifun etwa 1830 km östlich von Südost-Luzon und bewegte sich mit 15 km/h nach Westnordwest. Vorübergehend hat er auf 175 km/h nachgelassen.

  • Philippinen: Im PAGASA-Gebiet heißt er ab Dienstag Rosal. Ab Montagabend oder Dienstagmorgen sind Windsignale für Nord-Luzon und Teile der Region Bicol möglich, höchstens Stufe 3 oder 4. Ab Mittwoch drohen im äußersten Norden Luzons Starkregen und an der Ostküste gefährlicher Seegang.
  • Batanes: Laut PAGASA-Prognose liegt das Zentrum am Freitag, 23. Oktober, um 8 Uhr Ortszeit etwa 265 km ostnordöstlich von Itbayat.
  • Taiwan: Die CWA erwartet, dass Champi seine Stärke bis in die Gewässer nordöstlich der Insel hält. Einige Modelle zeigen einen Landfall im Osten Taiwans. Starkregen droht im Norden, in der Mitte sowie in Yilan und Hualien. Ob Champi vorher nach Norden abdreht, soll sich am Dienstag zeigen.

Auf Guam will der NWS am Montag die Schäden im Süden der Insel begutachten, wo das Auge am nächsten war.

Update 18. Oktober, nachmittags: Supertaifun Champi hat Guam passiert

Ein Volltreffer blieb Guam erspart. Das nur etwa 8 km breite Auge zog am Sonntag um 4:26 Uhr Ortszeit rund 16 km südlich der Südspitze vorbei, genau als Champi mit etwa 241 km/h zum Supertaifun wurde. Ein Landfall wäre verheerend gewesen, so der NWS Guam.

  • Wind: Auf dem größten Teil der Insel herrschte Tropensturm mit Taifunböen. Am Flughafen gab es Böen von 129-137 km/h, die Messstellen Apra Harbor und Pago Bay erreichten keinen Taifun-Dauerwind (119 km/h).
  • Regen: bis Sonntagmittag 25-76 mm, deutlich weniger als vorhergesagt.
  • Schäden: erste Berichte zeigen keine großflächigen schweren Schäden. Den äußersten Süden begutachtet der NWS am Montag. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet.
  • Brandung: bis Montag 4:00 Uhr Ortszeit 5,5-7,6 m hohe Wellen an den Ost- und Südriffen, Überflutung um 1,2-1,8 m möglich.
  • Bereitschaft: Guam bleibt in COR 1, bis die Gouverneurin COR 4 ausruft. Für Saipan und Tinian wurden die Warnungen am Sonntag um 11:00 Uhr (3:00 Uhr MESZ) aufgehoben.

Um 11:00 Uhr Ortszeit lag Champi rund 153 km westsüdwestlich von Guam und zog mit 26 km/h nach Westnordwesten.

Update 18. Oktober: Champi mit Kategorie 4 vor Guam

Innerhalb eines Tages ist Champi von Kategorie 2 auf Kategorie 4 gesprungen. Am Samstag um 19 Uhr Guam-Zeit (11 Uhr MESZ) lag der Dauerwind bei rund 209 km/h, das Zentrum 225 km vor der Insel. FOX Weather meldete am Sonntag um 4:40 Uhr Ortszeit (Samstag 20:40 Uhr bei uns) etwa 225 km/h, das Auge rund 90 km südöstlich von Guam.

  • Extremwind: Der NWS Guam gab um 3:52 Uhr Ortszeit (19:52 Uhr MESZ) eine Extreme Wind Warning für den Süden aus, mit 185 bis 217 km/h.
  • Zugbahn: Das Zentrum soll knapp südlich vorbeiziehen, die Augenwand kann aber über den Süddörfern liegen.
  • Meer: Wellen bis etwa 10 m, Küstenüberflutung von 1,5 bis 2,1 m, vor allem an Ost- und Südküste.
  • Regen: 200 bis 355 mm, Sturzflutwarnung.
  • Bereitschaft: Guam gilt höchste Stufe COR 1. Rota hat eine Taifunwarnung, Tinian und Saipan eine Tropensturmwarnung.

Offizielle Angaben zu Opfern oder Schäden gab es bis zur Veröffentlichung nicht. Wir aktualisieren, sobald die Behörden berichten.

Update 17. Oktober: Champi ist ein Taifun

Im NWS-Bulletin von Samstag, 17. Oktober, 13:06 Uhr Ortszeit (5:06 Uhr MESZ) erreicht Champi 161 km/h Dauerwind und damit Kategorie 2. Das Zentrum lag rund 360 km ostsüdöstlich von Guam und zog mit 29 km/h nach Westnordwest. Erwartet wird, dass der Taifun langsamer wird, leicht nach Westen dreht und am Sonntagmorgen als Kategorie 3 knapp südlich der Insel vorbeizieht.

  • Ausdehnung: Wind in Taifunstärke bis 64 km vom Auge, Sturm bis etwa 200 km.
  • Guam und Rota: Taifunwarnung - schädlicher Wind ab Samstagabend, Taifun ab Sonntag früh (Ortszeit).
  • Tinian und Saipan: Tropensturmwarnung und Taifun-Vorwarnung.
  • See: Wellen bis etwa 10 m nahe der Augenwand. Die Häfen von Guam und den Nördlichen Marianen sind geschlossen (Stufe ZULU).

Guam hat am Samstag um 10 Uhr Ortszeit fünf Notunterkünfte in Schulen geöffnet, zusammen für 1964 Menschen. Wer in Häusern mit Blechdach oder in Containern lebt, soll frühzeitig umziehen.

Update: Alarmstufe Rot

Laut NWS-Meldung von Samstag, 17. Oktober, 1 Uhr Guam-Zeit (Freitag 17 Uhr MESZ) lag Champi etwa 675 km ostsüdöstlich von Guam, zog mit 24 km/h nach Westen und hatte Dauerwind um 113 km/h. Das GDACS-Modell rechnet in der Spitze mit bis zu 250 km/h.

  • Guam und Rota: Taifunwarnung. Rota bekommt schwächeren, aber immer noch zerstörerischen Wind vom Rand des Sturms ab.
  • Tinian und Saipan: Tropensturmwarnung und Taifun-Vorwarnung - hier soll nur der Rand von Champi streifen.
  • Ganze Inselgruppe: Hochwasser-Vorwarnung.

Wo Champi gerade ist

Laut NWS-Lagebericht vom Freitag, 13 Uhr Ortszeit (5 Uhr in Deutschland), lag das Zentrum etwa 950 km ostsüdöstlich der Insel und zog mit knapp 39 km/h nach Westen. Das 29 bis 30 °C warme Meer liefert reichlich Energie.

Warnungen auf den Marianen

  • Guam und Rota: Taifunwarnung.
  • Saipan und Tinian: Taifun-Vorwarnung (typhoon watch).
  • Alle vier Inseln: Hochwasser-Vorwarnung.

Guam gilt die Bereitschaftsstufe 2 (Condition of Readiness 2).

Regen und Brandung

Der NWS erwartet 152 bis 305 mm Regen. Die Brandung kann am Sonntagmorgen 4,6 bis 6 m erreichen, an flachen Küsten droht eine Überflutung von 0,6 bis 0,9 m. Die Modelle sind sich bei der Zugbahn noch uneinig, von südlich an Guam vorbei bis über den Norden der Insel.

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FAQ

Wann erreicht Champi Kyushu nach deutscher Zeit?

Als Taifun kommt Champi nicht mehr an: Am Sonntag, 25. Oktober, um 21 Uhr japanischer Zeit (13 Uhr in Deutschland) wurde er zu einem Tief über dem Ostchinesischen Meer. Das Tief zieht nach Nordnordost und nähert sich am Montag, 26. Oktober, Kyushu. Im Westen Japans fällt der meiste Regen bis Montag 18 Uhr japanischer Zeit (10 Uhr in Deutschland), in Tokai und Kanto regnet es bis Dienstag, 27. Oktober. Japan ist Deutschland 8 Stunden voraus.

Wie stark ist Champi jetzt?

Seinen Höhepunkt erreichte Champi am Mittwoch, 21. Oktober (900 hPa laut JMA, der tiefste Druck des Jahres), bei Guam war er ein Supertaifun. Am Sonntag um 21 Uhr japanischer Zeit stufte die JMA ihn als außertropisches Tief mit 1000 hPa ein. Der Wind ist viel schwächer (im Norden Kyushus bis 20 m/s, Böen bis 30 m/s), aber das Tief bringt viel Feuchtigkeit - die Gefahr sind jetzt Starkregen, Erdrutsche und Überschwemmungen.

Wo gibt es offizielle Warnungen?

Warnungen für Guam und die Nördlichen Marianen veröffentlicht der National Weather Service Guam, die offizielle Zugbahn das Joint Typhoon Warning Center. Zenitmap zeigt Wolken und Wind live, maßgeblich sind aber die Behörden.

Quellen

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