Tiefes Erdbeben in Japan: M6,5 unter den Bonin-Inseln am 25. Oktober 2026
Am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 02:09 UTC (3:09 Uhr MEZ, 11:09 Uhr in Japan) bebte westlich der Bonin-Inseln, auf Japanisch Ogasawara, die Erde. Der USGS gibt eine Magnitude von 6,5 an, die Japanische Wetterbehörde JMA 7,0. Der Herd lag extrem tief, rund 470 bis 490 km unter dem Meeresboden. Eine Tsunami-Gefahr bestand laut JMA nicht.

Was bisher bekannt ist
Das Epizentrum lag im Meer bei 27,80° N und 139,62° E, etwa 270 km westlich der Insel Chichijima und rund 900 km südlich von Tokio. Der USGS schätzt die Stärke auf 6,5, die JMA auf 7,0. Solche Abweichungen sind bei Tiefbeben üblich. Entscheidend ist die Tiefe: 492 km laut USGS, etwa 470 km laut JMA.
Kein Tsunami, keine Schäden
Bei einem so tiefen Herd hebt sich der Meeresboden kaum, ein Tsunami entsteht deshalb nicht. Das bestätigte die JMA schon in ihrer ersten Meldung. Das PAGER-System des USGS gab die Warnstufe Grün aus, also ein geringes Schadensrisiko. Bis zum Sonntagmorgen gab es keine Berichte über Verletzte oder Schäden.
Gespürt bis in den Norden Japans
Bemerkenswert ist die Verteilung der Erschütterungen. Am stärksten, mit Stufe 3 auf der japanischen Skala, bebte es auf Chichijima und Hahajima. Leichte Stöße spürten aber auch Menschen in Kanto und Tohoku, sogar in den Präfekturen Miyagi und Aomori. In Japan spricht man von einer „anomalen Intensitätszone”.
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FAQ
Um wie viel Uhr deutscher Zeit war das Erdbeben in Japan?
Das Beben ereignete sich am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 3:09 Uhr MEZ (02:09 UTC) - also kurz nach der Zeitumstellung auf Winterzeit. In Japan war es 11:09 Uhr.
Droht nach dem Beben bei den Bonin-Inseln ein Tsunami?
Nein. Die JMA erklärte, dass wegen der großen Herdtiefe keine Tsunami-Gefahr besteht. Das Tsunami-Kennzeichen in den USGS-Daten markiert nur ein starkes Beben im Ozean, es ist keine Warnung.
Warum spürte man das Beben auch in Tokio?
Das ist bei Tiefbeben typisch. Die Wellen laufen entlang der abtauchenden Pazifischen Platte nach Norden. So kamen schwache Erschütterungen (JMA-Stufe 1-2) in Kanto und Tohoku an. Am stärksten bebte es mit Stufe 3 auf Chichijima und Hahajima.
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