Erdbeben in Russland heute: Stärke 6,9 auf Kamtschatka am 16. Oktober 2026

Am Freitag, 16. Oktober 2026, um 03:35 UTC (5:35 Uhr in Deutschland, 15:35 Uhr vor Ort) hat ein Erdbeben der Stärke 6,9 den Süden der Halbinsel Kamtschatka erschüttert. Der Herd lag rund 135 km tief, die USGS stuft das Schadensrisiko als gering ein.

Marcin Fierka
Marcin FierkaVeröffentlicht: 16. Oktober 2026
Küste Kamtschatkas mit Vulkanen und Wellenringen auf dem Meer

Die Fakten

Laut US Geological Survey hatte das Beben eine Magnitude von 6,9. Es ereignete sich am 16. Oktober 2026 um 03:35 UTC. In Deutschland war es da 5:35 Uhr morgens, auf Kamtschatka bereits Nachmittag.

Das Epizentrum lag bei 51,98° N und 157,27° O, etwa 76 km nordöstlich der Siedlung Osernowski im Süden der Halbinsel. Bis Petropawlowsk-Kamtschatski, der größten Stadt der Region, sind es rund 150 km.

Tiefer Herd, geringe Folgen

Entscheidend ist die Tiefe von 135 km. Die Erschütterung verteilt sich dabei über ein großes Gebiet, verliert auf dem Weg nach oben aber viel Kraft. Tiefe Beben nahe Stärke 7 richten deshalb selten so viel Schaden an wie gleich starke flache Beben.

Das USGS-System PAGER gab die Alarmstufe Grün aus: keine Todesopfer erwartet, nur geringe Schäden. Ein Tsunami-Kennzeichen gibt es nicht.

Eine unruhige Region

Kamtschatka liegt über einer Zone, in der die Pazifische Platte unter den Kontinent geschoben wird. Beben der Stärke 6 bis 7 sind hier keine Seltenheit. Neue Erdbeben aus der Region und weltweit zeigt unsere Live-Karte.

Live ansehen

FAQ

Droht nach dem Beben auf Kamtschatka ein Tsunami?

Die USGS hat das Beben nicht mit einem Tsunami-Kennzeichen versehen. Der Herd lag etwa 135 km unter der Erde, und so tiefe Beben lösen deutlich seltener einen Tsunami aus als flache unter dem Meeresboden. Offizielle Meldungen geben die Warnzentren heraus, gesammelt auf tsunami.gov.

War das Beben in Deutschland zu spüren?

Nein. Kamtschatka liegt am anderen Ende Eurasiens, fast 8000 km von Deutschland entfernt. Bei der USGS ging bislang nur eine einzige Meldung von Menschen ein, die das Beben gespürt haben.

Warum bebt es auf Kamtschatka so oft?

Unter der Halbinsel taucht die Pazifische Platte ab. Diese Subduktionszone gehört zu den aktivsten der Welt. Sie sorgt für häufige Beben und ist auch der Grund für die vielen Vulkane Kamtschatkas.

Quellen

Alle Ratgeber