Erdbeben in Italien: Stärke 5,0 vor den Liparischen Inseln am 23. Oktober 2026

Am Freitag, 23. Oktober 2026, um 12:19 Uhr (deutsche und italienische Zeit) bebte unter dem Tyrrhenischen Meer nahe der Insel Alicudi die Erde mit Magnitude 5,0. Das Beben war in weiten Teilen Siziliens und Kalabriens zu spüren, in Palermo und Bagheria wurden Schulen geräumt.

Marcin Fierka
Marcin FierkaVeröffentlicht: 23. Oktober 2026
Die vulkanischen Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer bei mildem Licht

Die Daten

Das italienische Geophysik-Institut INGV gibt eine Lokalmagnitude von ML 5,0 und eine Herdtiefe von rund 9 km an. Der US-Dienst USGS kam in einer ersten Schätzung auf 5,7. Das Epizentrum lag im Meer auf Höhe der Insel Alicudi, etwa 60 km westnordwestlich von Salina und rund 100 km nordöstlich von Palermo.

Das Beben kam nicht allein: Ab 2:10 Uhr nachts zeichnete das INGV mehrere Stöße der Stärke 3,3 bis 3,6 auf, um 11:51 Uhr einen mit 4,3, dann um 12:19 Uhr das Hauptbeben und kurz darauf ein Nachbeben um 4,0.

Wo es zu spüren war

Viele Menschen auf Sizilien, den Liparischen Inseln und in Kalabrien spürten ein langes, schaukelndes Beben, von Palermo und Messina bis Reggio Calabria, Cosenza, Agrigent und Catania. In Palermo und Bagheria brachten Lehrer die Kinder auf die Schulhöfe, viele Bewohner liefen auf die Straße.

Für Urlauber auf Sizilien gilt: Bis zum Nachmittag gab es keine Meldungen über Verletzte. Weitere Erdstöße sind möglich. Neue Beben in Italien zeigt unsere Live-Karte.

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FAQ

Um wie viel Uhr war das Erdbeben bei den Liparischen Inseln in deutscher Zeit?

Der Hauptstoß kam am Freitag, 23. Oktober 2026, um 12:19 Uhr deutscher Zeit (10:19 UTC). Italien hat dieselbe Zeit. Schon um 11:51 Uhr gab es ein Beben der Stärke 4,3, wenige Minuten nach dem Hauptbeben ein Nachbeben von etwa 4,0.

Gab es Schäden auf Sizilien?

Bis Freitagnachmittag wurden weder Verletzte noch größere Schäden gemeldet. In Palermo, Bagheria und Orten nahe dem Epizentrum wurden Schulen und einige öffentliche Gebäude vorsorglich geräumt und geprüft. Feuerwehr und Zivilschutz sind unterwegs. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht.

Warum bebt die Erde bei den Liparischen Inseln?

Unter dem südlichen Tyrrhenischen Meer taucht die Afrikanische Platte unter die Eurasische ab. Das speist Ätna, Stromboli und Vulcano und sorgt für häufige Beben. Seit Dienstag, 20. Oktober, hatte das INGV dort bereits mehrere schwächere Erdstöße der Stärke 3,3 bis 3,8 registriert.

Quellen

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