Lichtverschmutzungskarte
Jede Stadt, jede Straße und jeder Hafen strahlt nachts Licht in den Himmel. Diese Lichtverschmutzungskarte zeigt, wie viel Licht jeder Fleck der Erde abgibt, gemessen von einem NASA-Satelliten über das ganze Jahr 2025. Klicken Sie auf einen beliebigen Ort oder lassen Sie die Karte den nächsten dunklen Himmel für Sie finden.
NASA Black Marble VNP46A4 · 2025 · OpenFreeMap © OpenStreetMap
Die Farben zeigen die Strahldichte, also die Lichtmenge, die der Satellit nachts über einem Ort misst. Dunkelblau und Blau stehen für Dörfer und Felder, Grün und Gelb für Kleinstädte und Vororte, Rot, Rosa und Weiß für große Innenstädte, Flughäfen, Häfen und Industriegebiete. Wo keine Farbe ist, gibt es fast kein Licht.
Die Karte basiert auf einem Jahreskomposit: Hunderte nächtliche Überflüge, gemittelt zu einem einzigen Bild. Wolken, Mondlicht und einmalige Ereignisse wie Brände wurden herausgerechnet. So sehen Sie die dauerhafte Beleuchtung und nicht den Zustand einer einzelnen Nacht.
So finden Sie dunklen Himmel in Ihrer Nähe
Der Sternknopf sucht den nächstgelegenen Ort an Land, an dem die Lichtglocke nicht stärker ist als im Sternenpark Isergebirge in Polen, einem der ersten zertifizierten Sternenparks Europas. Gibt es im Umkreis von 150 km keinen solchen Ort, zeigt er die dunkelste Stelle, die er dort finden kann. Wir schätzen die Lichtglocke mit einem einfachen Modell: Jede beleuchtete Fläche im Umkreis von 150 km hellt den Himmel umso weniger auf, je weiter sie entfernt ist, nach dem Gesetz von Walker (die Himmelsaufhellung nimmt mit der Entfernung hoch 2,5 ab).
Das ist ein guter Ausgangspunkt, aber keine Garantie. Das Modell kennt weder Hügel noch Wälder, die die Lichtglocke am Horizont verdecken. Prüfen Sie vor der Fahrt auch die Bewölkung und die Mondphase, denn bei Vollmond verschwinden selbst am dunkelsten Ort die schwächsten Sterne.
Lichtverschmutzung in Städten
Strahldichte im Stadtzentrum und der nächste dunklere Ort im Umkreis von 150 km, berechnet aus NASA-Daten für 2025.
So lesen Sie die Karte
Die hellsten Flecken sind nicht immer die größten Städte. Auch Gewächshäuser, Tagebaue, Ölplattformen und Gasfackeln leuchten sehr stark. Auf dem Meer sieht man manchmal ganze Flotten von Fischerbooten, die ihren Fang mit Lampen anlocken.
Das Licht, das man aus dem All sieht, ist nur ein Teil des Problems. Den Nachthimmel verdirbt vor allem die Lichtglocke, also Licht, das in der Luft gestreut wird. Eine Großstadt hellt den Himmel noch Dutzende Kilometer jenseits ihrer Grenzen auf. Suchen Sie dunklen Himmel deshalb weit weg von hellen Flecken und nicht gleich hinter den letzten Häusern.
Der Wert, den Sie beim Klicken sehen, stammt aus der detailliertesten Ebene der Karte (Pixel von etwa 1 km). Er wird in Nanowatt pro Quadratzentimeter und Steradiant angegeben (nW/cm²/sr), in derselben Einheit, die auch die NASA verwendet.
FAQ
Was zeigt eine Lichtverschmutzungskarte?
Wie viel künstliches Licht von jedem Ort der Erde nach oben strahlt. Es ist ein Jahresbild eines NASA-Satelliten, aus dem Wolken und Mondlicht entfernt wurden. Deshalb zeigt es die dauerhafte Beleuchtung von Städten, Straßen und Industrie.
Zeigt die Karte, wie hell der Himmel ist?
Nicht direkt. Sie zeigt das Licht, das vom Boden ausgeht. Die Himmelshelligkeit an einem Ort hängt auch von Lichtern in der Umgebung ab, selbst aus Dutzenden Kilometern Entfernung. Darum addiert die Suche nach dunklem Himmel die Lichtglocke aus einem Umkreis von 150 km, statt nur einen einzelnen Punkt zu betrachten.
Aus welchem Jahr stammen die Daten?
Aus dem Jahr 2025. Die NASA veröffentlicht das Jahreskomposit einige Monate nach Jahresende, und die Karte wechselt auf das neue Jahr, sobald es verfügbar ist.
Wo ist der Himmel in Deutschland und weltweit am dunkelsten?
Weltweit liegen die größten dunklen Gebiete in Wüsten, Hochgebirgen, im hohen Norden und über dem offenen Meer, etwa in der Sahara, der Atacama, im Inneren Australiens, in der Mongolei, in Sibirien und im Norden Kanadas. In Deutschland ist der Himmel dort am dunkelsten, wo große Städte weit entfernt sind. International anerkannte Sternenparks gibt es zum Beispiel in der Rhön, in der Eifel, im Westhavelland und auf der Winklmoosalm.
Ist die Karte kostenlos?
Ja. Sie läuft im Browser auf Computer und Smartphone, ohne Anmeldung und ohne App-Installation.
Woher die Daten stammen
Die Daten stammen aus dem NASA-Produkt Black Marble VNP46A4 (Collection 2), einem Jahreskomposit der nächtlichen Lichter, aufgenommen vom Instrument VIIRS an Bord des Satelliten Suomi NPP. Die Ausgangsauflösung beträgt 15 Bogensekunden, also etwa 460 m am Äquator. NASA-Daten sind gemeinfrei.
Für die Karte nutzen wir die Ebene "alle Blickwinkel, schneefrei" und dort, wo das ganze Jahr über Schnee lag, die Ebene mit Schnee. Die Werte haben wir auf eine logarithmische Skala umgerechnet und in Kartenkacheln mit Pixeln von etwa 1,2 km am Äquator zerlegt. Die Karte wird einmal im Jahr aktualisiert, sobald die NASA das nächste Jahr veröffentlicht.
Data: NASA Black Marble VNP46A4, Collection 2 (doi:10.5067/VIIRS/VNP46A4.002), Román, M.O. et al., NASA LAADS DAAC. Data modified: resampled to Web Mercator tiles, log-scaled to 8 bits; skyglow estimated with Walker's law. Land mask: Natural Earth. Map: OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap contributors.